Weiterbildung
in Auditiver Musiktherapie

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Wenn Sie einen helfenden oder erzieherischen Beruf ausĂŒben, können Sie Ihre Kompetenz erweitern und sich bei mir weiterbilden in der Methodik und Kunst
der Auditiven Musiktherapie.

Beginn der Weiterbildung sind die Grundkurse zur Melomorphose. Angebote im Terminkalender.

Was macht Auditive Musiktherapie ?

Änderung der Einstellung
Die  Auditive Musiktherapie fördert bewußteres Hören und schöpferisches Umgehen mit wertvoller Musik. Sie entwickelt besondere WahrnehmungsfĂ€higkeiten, ausgehend von der normalen SinnestĂ€tigkeit. Die passive, konsumierende Einstellung der Musikhörer wandelt sich hin zu einer aktiven, bewußten Haltung als “nachschaffender EmpfĂ€nger”, und hat damit auch einen pĂ€dagogischen Aspekt.
Hörer tragen aktiv bei zum gesamten kreativen Prozess des “PhĂ€nomens Musik”:
                  - Komponieren (Musik schreiben)
                  - Interpretieren (Musik machen)
                  - Rezipieren (Musik hören).

Diese Musiktherapie-Form ist nicht zu verwechseln mit den heute in Mengen angebotenen, speziell zu therapeutischen Zwecken hergestellten Klangstrukturen, die im eigentlichen Sinne nicht zur Musik zu zĂ€hlen sind. Diese meist per Computer hergestellten Tongemische (“psycho-akustische Werkzeuge”) richten sich vorwiegend auf die körperorientierte Wirkung von KlĂ€ngen, mit Ausschaltung oder AbdĂ€mpfung des Bewußtseins.
Die Auditive Musiktherapie belebt und fördert die BewußtseinskrĂ€fte. Sie stĂ€rkt  und schĂŒtzt den seelisch-fĂŒhlenden Bereich des Menschen in seiner vermittelnden Rolle zwischen Körper und Bewußtsein. Und sie bringt diese Wesensmitte auf lebendige Weise in Bewegung.

Jeder der drei Bereiche:  Körper - Seele - Geist  hat seine eigenen Rechte, aber auch seine Grenzen und “Pflichten” gegenĂŒber den anderen Bereichen.
Körperlich nehmen wir wahr und spĂŒren, seelisch fĂŒhlen  und empfinden wir, geistig erkennen und verstehen wir.  Bewegung verbindet alle drei Bereiche. Wenn diese drei Wirklichkeiten harmonisch zusammenspielen, bedeutet das elementare Gesundheit fĂŒr unsere gesamtes Sein .

 

Parameter musikalischer Wirkungen - DREI ASPEKTE
Die Wirkung einer Musik hÀngt von vielen Faktoren ab. Diese verteilen sich auf drei Aspekte: die persönliche Situation des Hörers, das Umfeld und die Musik selbst.

  • FĂŒr den Hörenden sind ausschlaggebend seine augenblickliche Befindlichkeit (Stimmung, psychische Resonanz und Belastbarkeit), seine Grundhaltung (Gewohnheiten, Einstellung, Erwartungen, auch die Körperhaltung) und intrapersonale Bedingungen (Lebensalter, Erinnerungen, Persönlichkeitsstruktur, Vorwissen, unterschwellig anwesende Bewußtseinsinhalte).
     
  • Zum Umfeld gehört die örtliche Umgebung, GerĂ€usche, der Raum, Helligkeit, anwesende Personen, Tages- und Jahreszeit.
     
  • Wirkungsspezifische Eigenschaften der gehörten Musik sind ihre direkt erkennbaren Eigenschaften (LautstĂ€rke, KlangqualitĂ€t, Geschwindigkeit, formale Überschaubarkeit),
    assoziative Eigenschaften (Bilder, Naturbezug, Zeit- und Raumwahrnehmung), ihre klangsprachlichen Eigenschaften (Eindringlichkeit, Dramaturgie, Mitteilungscharakter),
    und ganz besonders ihre emotionsaktiven Eigenschaften (Ausstrahlungskraft, emotionaler Gehalt, BerĂŒhrungsintensitĂ€t, Leichte, Schwere, Tiefe, Art und QualitĂ€t der Interpretation).


Wer Patienten ĂŒber das Hören von Musik verlĂ€ĂŸlich helfen will, sollte wenigstens drei oder vier dieser Faktoren beachten. Die Wirkung einer Musik lĂ€ĂŸt sich dann eher abschĂ€tzen und gezielter als therapeutische Hilfe einsetzen. Eine passive Berieselung mit KlĂ€ngen kann manchmal eine angenehme und "gewohnte" AtmosphĂ€re schaffen, sollte aber grundsĂ€tzlich zeitlich begrenzt sein.

Musik spricht Seele und Geist an, und hat darĂŒber auch eine Wirkung auf den Körper. Wer mit Musik nur das Weghören, Abschalten und leise DahinsĂ€useln verbindet, hat noch niemals ihre tief heilsame Kraft erfahren und hört eigentlich nur mehr oder weniger angenehme GerĂ€usche.

Eine gehörte Musik entfaltet ihre Wirkung erst, wenn sie im Inneren nachklingt. Damit die Töne im Patienten nachwirken können und nicht nur die OberflĂ€che berĂŒhren, gibt es zum Beispiel das "dreifache Schweigen": ein (kurzes) Schweigen vor Beginn einer Musik, Schweigen wĂ€hrend der Musik, und ein (kurzes oder auch lĂ€ngeres) Schweigen, nachdem der letzte Ton verklungen ist.

Neben den besinnlichen, beruhigenden Werken spielen die auflockernden, heiteren und beschwingten KlĂ€nge eine wichtige Rolle. Dabei unterscheidet der Musiktherapeut sehr genau zwischen "Erinnerungsmusik", das sind StĂŒcke, mit denen Erinnerungen an frĂŒhere Zeiten verknĂŒpft sind, und "neutraler Musik", an der keine Erinnerungen haften.

Wer gerade in einem “psychischen Loch” steckt, braucht eine völlig andere Musik als jemand, der sich in einer AufwĂ€rtsentwicklung befindet (und zum Beispiel nach Monaten der LĂ€hmung die ersten Gehversuche ohne Hilfe macht). Eine fröhlich-beschwingte Musik wird den im Loch steckenden Menschen noch tiefer hinabdrĂŒcken, und seine frĂŒhere Lieblingsmusik löst möglicherweise tiefen, krĂ€fteverzehrenden Schmerz aus. In anderen Situationen kann so eine Erinnerungsmusik aber gerade das Richtige sein!

Den Patienten dort, wo er ist, abholen heißt, ihm erst einmal musikalisch Ă€hnlich werden. Und dann nach den kleinen tönenden Schritten suchen, die stabil und sicher weiterfĂŒhren.


Musik hat angstlösende Wirkung und kann Behagensempfindungen vermitteln. Musik als Ausdrucksform umfaßt alles Menschliche und kann den Einzelnen in seinem innersten Kern berĂŒhren.

FĂŒr mich als Musiktherapeuten und Musikwissenschaftler ist “Musik” nicht “physikalische Schwingung” oder “Klangspektrum”, sondern lebendige Mitteilung des zwischenmenschlichen Wesens. Ich setze die hochentwickelte Technik der Musik-Konserve (Compact-Disc, WiedergabegerĂ€te) gezielt als Werkzeug ein, um Menschen in ihrer besonderen Lebenssituation angemessen und hilfreich begleiten zu können.

Psychische Harmonisierung,
Entspannung oder Anregung,
Förderung der Kommunikation,
Spielerische Sammlung und Konzentration,
StÀrkung des Lebenswillens
gehören zum Wirkungsspektrum dieser Therapie.



aktuelle Seminarangebote im Terminkalender


Beschreibung meines in der Neurologischen Klinik Braunfels entwickelten und erfolgreich angewandten Konzeptes

Allgemeines

FrĂŒhrehabilitation

Einzeltherapie

Gruppentherapie
 

 

 

 

 

 

 

 

Die Seele entwickeln heißt,
 den Charakter ausprĂ€gen
und zum Wissen von Gott
und zur Selbsterkenntnis
zu fĂŒhren.
Jedwede andere Ausbildung
ohne Pflege der Seele
ist unnĂŒtz und
unter UmstÀnden
sogar verderblich.


Mahatma Gandhi
 

 


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Letzte Änderung: Freitag, 17. August 2018  

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Ars Audiendi, Musikhören als schöpferische und heilende Kunst. Klassische Musik vertieft hören, erleben und verstehen.