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Schöpferisches Musikhören:
die Schritte der Musikmeditation

1. Stufe: Der Musik begegnen, die Musik wahrnehmen;
unreflektiert Einswerden,
sich hingeben: einfach zuhören.

2. Stufe: Die Musik in das Seelengefäß aufnehmen; fühlend in die Musik hineingehen; die gefühlsmäßigen Eindrücke und Bilder aufschreiben, aufmalen; kreativ werden; eine immer reinere Empfindung des Musikstückes erreichen.

3. Stufe: Die Form der Musik erkennen wollen;
denkend in die Töne eindringen; Klarheit schaffen; sehr genau und beharrlich die Struktur herauslauschen, erforschen; beim Hören mitschreiben (Striche, Punkte, Linien usw.): Analysieren, Erkennen - was auch eine Form von Kreativität, Schöpfertum bedeutet!
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4. Stufe:
Warten, reifen lassen. (Sehr wichtig! Dauert je nach Musikstück Tage bis Monate) “Nicht-Tun”; Lassen; auf die innere Musik achten; notwendige Verdauungszeit.
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5. Stufe: Die
Gebärde finden: behutsam nach der Gestalt der Musik suchen durch die Gebärde (Melomorphose); höhere seelische Wahrnehmung erleben; tieferes Verstehen der Tonsprache; volles Erkennen der Architektur - die Form wird nach und nach immer klarer und einfacher. Erfüllung, “Inkarnation” der Musik. Höchste Kreativität.
Meditation als höherer Bewußtseinszustand. Wirkung auf die gesamte Person.


Anschließend ergänzend: Literatur und Musikwissenschaft über das Musikstück befragen.
Alles vorher angelesene Wissen behindert den beschriebenen schöpferischen Prozess.
Wenn wir eine gesungene Musik meditieren (z.B. Gesänge der Hildegard von Bingen), achten wir erst überhaupt nicht auf den Text. Erst wenn die Gestalt des Stückes durch die Bewegung der Hände mitvollzogen werden kann, und damit sichtbar, statisch wird, erst dann betrachten wir den Text und seine Bedeutung. Das ist dann sehr spannend, welche Formen zu bestimmten textlichen Aussagen
so entstanden sind.

Der Prozess der Musikmeditation kann letztlich nicht wirklich mit Worten beschrieben werden. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kennt das. Erkläre einmal jemandem, was wir da machen...
Es endet meist damit: “Du mußt einfach mal mitmachen, dann verstehst Du es.” So geht es uns mit allen lebendigen Prozessen. Wir verstehen sie erst, wenn wir sie erfahren haben. Erst durch das Begreifen wachsen uns die Begriffe.



Hinweise für ein vertieftes und heilsames Musikhören:

1. Höre wenig Musik, diese aber öfter.
Nimm einen Satz aus einem Konzert, aus einer Symphonie,
und höre diesen eine Woche lang jeden Tag.

2. Die Großen sind die Großen.
  
Halte Dich an die großen und wirklich wichtigen Komponisten.

3. Höre der Musik zu.
 
Vermeide Hintergrundmusik, soweit Du es selbst in der Hand hast.

4. Ziehe Konsequenzen aus dem,
was Du in der Musik erkannt und verstanden hast
(d.h. handle entsprechend).

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Letzte Änderung: Dienstag, 20. März 2018  
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Ars Audiendi, Musikhören als schöpferische und heilende Kunst. Klassische Musik vertieft hören, erleben und verstehen.