Philosophie

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“Die Dinge, die wir sehen, sind dieselben Dinge, die in uns sind. Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben.
Darum leben die meisten Menschen so unwirklich, weil sie die Bilder außerhalb für das Wirkliche halten und ihre eigene Welt in sich gar nicht zu Worte kommen lassen. Man kann glücklich dabei sein. Aber wenn man einmal das andere weiß, dann hat man die Wahl nicht mehr, den Weg der meisten zu gehen.”           
Hermann Hesse (Demian)

Seminare zur Musikphilosophie

Antworten, die uns die Töne geben!

“Ohne Musik
wäre das Leben ein Irrtum,
eine Strapaze, ein Exil.”
Nietzsche

Philosophen sind Menschen, die die Weisheit lieben, die in ihrem Wesen eine tiefe Hinneigung zur Wirklichkeit dieser himmlischen Sphäre spüren, und die den Umgang mit der Weisheit lebensnotwendig brauchen.

Das Studienseminar “Musikphilosophie” eignet sich für weisheitsliebende Menschen. Hier befassen wir uns mit der geistigen Dimension der Musik. Voraussetzung ist die Teilnahme an mindestens zwei Wochenendseminare (Grundkurs). - In Verbindung mit der Musikmeditation, die in das Seminar integriert ist, erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Metaphysik der Töne. Sie erwerben Fähigkeiten, die darin enthaltenen Kräfte zu erkennen und auf positive, erhellende und heilbringende Weise anzuwenden.

Das Philosophie-Seminar bietet Raum für persönliche Forschungen und vermittelt Wissen über tiefere, auch verborgene Hintergründe. In Referaten des Kursleiters und (freiwilligen) Beiträgen interessierter Teilnehmer befassen wir uns mit dem, was große Denker und Geister über Musik gesagt und durch Musik erfahren haben, und setzen das in Beziehung zu unserem eigenen musikalischen Erleben und Verstehen durch die Melomorphose-Musikmeditation.

Die große Musik spricht vom Menschen in seinem irdischen und kosmischen Lebensgefüge. Das durch die Töne vermittelte Menschenbild erweitert den Blick auf einen großen geschichtlichen Raum. Und es enthält den Ruf der geistigen Welt, der den Menschen im Lauf seiner Entwicklung begleitet.

Es ist faszinierend, wie in den Musikwerken, die vor 100 bis 1500 Jahren komponiert wurden, für heutige Menschen aktuelle “Botschaften” enthalten sind. Wir können davon ausgehen, daß wir erst heute Dank der technischen Möglichkeiten in der Lage sind, die Töne wirklich zu “verstehen”. Viele Musikwerke konnten zu ihrer Zeit gar nicht in dem Ausmaß, der Klarheit und Tiefe erfaßt werden, wie dies heute möglich ist.
 

 


aktuelles Seminarangebot im Terminkalender.

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Fortsetzung PhiloSophie    Wer sich auf meditative Weise mit den großen Tondichtungen der Abendlandes befaßt, fühlt sich in seinem Innersten berührt von etwas Unaussprechlichem. Eine hohe, offenbarende Macht wirkt durch die Musik hindurch.
Es gibt viele Aussagen und Erkenntnisse, die darauf hinweisen, daß es die göttliche Sophia selbst ist, die durch die Töne zu uns spricht. Je nachdem, wie wir eingestellt, geöffnet und vorbereitet sind, erleben wir sie als schöne Phantasie, sehnsuchtsvolle Ahnung, inspirierende Erkenntnis oder - geistige Realität!

Die Musik war im Lauf ihrer Entwicklung ein Gefäß zum Bewahren kostbarer geistiger Güter, die aus dem gegenwärtigen Bewußtsein der Menschen sich zurückzogen oder nicht mehr aktiviert wurden. So können wir heute zum Beispiel in der polyphonen Musik der Renaissance das Wirken einer erhabenen geistigen Sicht und Haltung erleben, die den Menschen als schönes und göttliches Wesen ins Zentrum der Schöpfung stellt. Dem modernen Menschen klingen solche Gesänge als “himmlisch” in den Ohren, und er neigt dazu, sie zum illusionären Träumen oder für körperorientierte Entspannungstechniken zu benutzen. Das kommt mir vor, wie wenn ein Frierender zum Feuermachen Geldscheine verwendet...

Es hängt von uns selbst ab, wie wir Musik erleben und was wir verstehen.

Beethoven ging sogar so weit zu sagen: “Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie”. Im selben Gespräch mit Bettina von Brentano läßt er durch sie an Goethe ausrichten: “Sprechen sie dem Goethe von mir. Sagen Sie ihm, er solle meine Sinfonien hören, da wird er mir Recht geben, daß Musik der einzige unverkörperte Eingang in eine höhere Welt des Wissens ist, die wohl den Menschen umfaßt, daß er aber sie nicht zu fassen vermag.” -

Inzwischen dürfen wir ergänzen: Dank der Musikmeditation ist Musik ein  verkörperter Eingang in eine höhere Welt des Wissens. Durch die Melomorphose, die musikalische Gebärde, ist bei dieser Meditation der Körper mit einbezogen in das “Hineingehen” in die Welt der Musik. Ja, mehr noch, gerade der Körper vermittelt uns die Möglichkeit, die höhere Ebene in den Tönen überhaupt zu betreten. Welch wunder-volle Offenbarung ist das....

“Das Wesen der Musik ist Offenbarung”, sagt Heinrich Heine. Und er fügt hinzu “Es läßt sich keine Rechenschaft davon geben”. Das meint soviel wie: Laß die Finger davon! Eine Warnung vor der feurigen Dimension, die sich hinter dem Begriff “Offenbarung” verbirgt. Wer diesen Bereich rein intellektuell betreten will, wird sich verbrennen. Offenbarung ist nur etwas für den ganzen Menschen.

Tschaikowsky weist in seinen Briefen mit Nadeshda von Meck auf die Aspekte der Schönheit und inneren Heilung hin, die dem Menschen durch das sophianische Wesen der Musik zufließen:
“Musik ist Offenbarung. Und gerade darin liegt ihre sieghafte Macht, daß sie uns Schönheitsgebiete erschließt, deren Offenbarung uns mit dem Leben aussöhnt. Sie läutert und erfreut.”

Es hängt von uns ab, wie wir Musik erleben und was wir von ihr verstehen.... Wir werden erst dann Antworten von der Musik erhalten, wenn sie uns zum Fragen gebracht hat. Erst wenn wir die Töne als ein Rätsel erkennen, beginnen wir zu ahnen, welch unausschöpfliche Geheimnisse sie bergen....

zur Seite über die Lebenskunst aus dem Geist der Musik.


“Keine Kunst wirkt auf den Menschen
so unmittelbar, so tief, wie die Musik
- eben weil keine uns das wahre Wesen der Welt
so tief und unmittelbar erkennen läßt.”

Arthur Schopenhauer

“Die Musik enthüllt ihre Botschaft und Kraft
 nur dem, welchem sie sich zuvor
als Rätsel kundgetan hat.
Solange man sich keine Fragen stellt
 über das, was uns die Töne sagen wollen,
befindet man sich noch auf der Stufe
elementaren Genießens, auf der man
keinerlei Anrecht auf jegliche Enthüllung
oder Heilsamkeit hat.”

George Balan





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Letzte Änderung: Donnerstag, 18. Januar 2018  
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Ars Audiendi, Musikhören als schöpferische und heilende Kunst. Klassische Musik vertieft hören, erleben und verstehen.